Verfasst am 06.01.2011 12:57:28 Uhr Eva Strittmatter Eva Strittmatter ist am 8.2.1930 geboren in Neuruppin und am 3.1.2011 in Berlin gestorben. Sie war eine deutsche Dichterin und Schriftstellerin.
Ihr Man hat den "Laden" gechrieben. Das wurde verfilmt.

Selbstkritik (Gedicht von Eva Strittmatter)
Ich bin in schlechter Verfassung:
Kein begründetes Lebensprogramm.
Tägliche Unterlassung:
Der Wolf verschlingt das Lamm.
Das Problem ist: In mir sind beide,
ich bin sowohl dies als auch das:
Das Schaf auf seiner Weide
und der Wolf mit seinem Hass.
Ein schönes Wochenende ohne Rutschgefahr; möge das Eis schnell tauen.
Verfasst am 22.11.2010 12:41:55 Uhr Katzen
Von unserem Jüngsten bekamen wir zu Weihnachten ein Katzenbuch mit dem Titel: „101 Schmusekatzen“ von Rachael Hale. Vom Knesebeck Verlag München 2006.
Rachael Hale hat alle Fotos geliefert mit den Titeln der verschiedenen Rassen. Sie lebt mit ihren drei Katzen und ihrem Neufundländer in Auckland, Neuseeland.
Ob sie die schönen Sprüche über Katzen herausgesucht hat, weiß ich nicht, aber ich möchte einige davon hier zitieren:
„Die Katze ist das Meisterstück der Natur!“ (Leonardo Da Vinci)
„Katzen erreichen mühelos, was uns Mensch versagt bleibt:
durchs Leben zu gehen, ohne Lärm zu machen.“ (Ernest Hemingway)
„Katzen sind die rücksichtsvollsten
und aufmerksamsten Gesellschafter,
die man sich wünschen kann.“ (Pablo Picasso)
„Wer mit Katzen spielt,
darf Kratzer nicht scheuen.“ (Ägyptische Weisheit)
„Das Leben und dazu eine Katze,
das ergibt eine unglaubliche Summe.
Ich schwör’s euch!“ (Rainer Maria Rilke)
„Katzen sind geheimnisvoll.
In ihnen geht mehr vor,
als wir gewahr werden.“ (Sir Walter Scott)
So, das soll’s erst einmal gewesen sein. Vielleicht kommen noch mehr Sprüche über Katzen.....
Hier ein Bild unserer verstorbenen Kartäuserin, sie ist 21 Jahre alt geworden und war unsere liebste Freundin!
Ein Schläfchen in Ehren

Allen Lesern ein etwas wärmere Woche wünscht
Karin

Verfasst am 17.11.2010 12:45:06 Uhr Katzen
Katzen
KATZEN KANN MAN ALLES SAGEN
Auf der Treppe saß ein Mädchen,
ein graues Kätzchen auf dem Schoß.
"Dreimal drei ist zwölfundzwanzig",
flüsterte es ihm ins Ohr.
"Aber ja nicht weitersagen!"
Ernst sah es das Kätzchen an.
Keine Sorge! dacht ich, als ich's
im Vorübergehen vernahm.
Katzen kann man alles sagen.
Was man auch zu ihnen spricht,
sie verraten kein Geheimnis.
Katzen machen so was nicht!
aus: Josef Guggenmos "Katzen kann man alles sagen"
Beltz Verlag, Weinheim, Basel, Berlin 1997
Josef Guggenmos (1922-2003), veröffentlichte Prosa und Lyrik für Kinder; seine Gedicht-Sammlung „Was denkt die Maus am Donnerstag?“ wurde 1968 mit der Prämie zum Deutschen Jugendbuchpreis ausgezeichnet, für sein lyrisches Gesamtwerk erhielt er 1995 den Deutschen Jugendliteraturpreis und 1997 den Österreichischen Staatspreis.
Unsere geliebte Micka ist vor zwei Jahren einundzwanzigjährig verstorben, ihr konnte ich auch alles sagen! Sie, die Kartäuserin, war meine echte Freundin!

Liebe Grüße
Karin
Verfasst am 14.11.2010 11:39:19 Uhr Hilde Domin
Am 27.07.2009 ist Hilde Domin 100 Jahre alt geworden.
Sie wurde als Tochter eines jüdischen Rechtsanwalts in Köln am 27. Juli 1909 geboren und starb am 22.2.2006 in Heidelberg.
1932 verließ Hilde Domin aus politischen Gründen Deutschland und ging ins Exil, wo sie mit dem Schreiben begann. Ihre ersten Gedichte veröffentlichte sie 1957. Ihre knappen Verse sind geprägt von Melancholie, Skepsis und der Suche nach Liebe.
Ihre Biographie kann man gut nachlesen auf meiner HP Autorenverzeichnis, und dort unter Hilde Domin.
http://frenzeysbuecherbord.de
Hier zwei Gedichte:
Aus „Ich will dich“
E c c e H o m o
Weniger als die Hoffnung auf ihn
das ist der Mensch
einarmig
immer
Nur der gekreuzigte
beide Arme
weit offen
der Hier-bin-Ich
Zweites Gedicht mit folgender Überschrift:
E s k n o s p t
Es knospt
unter den Blättern
das nennen sie Herbst
Von ihrer Prosa gefiel mir am besten das Buch: „Von der Natur nicht vorgesehen“, sie beschreibt dort das Exil.
Auch die Bibliographie von Hilde Domin kann man auf meiner HP ersehen.
Hilde Domin

Allen Lesern eine gute Woche wünscht
Karin
Verfasst am 12.11.2010 18:42:55 Uhr Siegmund Freud
Am 23. September 2009, war Sigmund Freuds siebzigjähriger Todestag.
Der 1856 in Mähren (am 6. als Sohn des jüdischen Textilkaufmanns Jacob Freud und dessen ebenfalls jüdischer Ehefrau Amalia (geb. Nathanson) in Freiberg - heute: Pribor/Tschechien -) geborene Begründer der Psychoanalyse machte das Interesse für Träume, Psychosen und seelische Abgründe auch außerhalb der Arztpraxen populär.
Mit seinen Schriften hat Freud viele fortschrittliche Schriftsteller inspiriert. Selbst ein großer Stilist, wurde er in den 1920er Jahren für den Literaturnobelpreis vorgeschlagen.
In meiner Ausbildung hatten wir ihn in dem Fach „Psychologie“ durchgenommen.
Ich habe mich vor langer Zeit einmal durch sein umfangreiches Werk „Träume“ durchgeackert. Den Briefwechsel mit seiner Verlobten fand ich recht lesenswert.
Im Gegensatz zu Alfred Sisleys „Das Kornfeld“ 1873 ist in meinem Zuhause schon alles gemäht. Wir schauen nur noch auf Stoppelfelder – teilweise schon gepflügt. Ja, die Zeit schreitet voran!

Allen Lesern wünscht ein freud-volles Wochenende
Karin

Adminbereich
| Diese Seite bookmarken
| Weitersagen |